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"Unser Ziel ist es, unsere Kunden mit ihren Kunden zusammenzubringen. Dieser Gedanke steht hinter dem Motto ‚It’s not about you‘."¬

—Auf ein Wort. 5 Fragen an die Geschäftsführung von Field.

Über 20 Jahre seid ihr, Andree, Christoph und Thorsten, nun als Geschäftsführer unterwegs – Andree bei Kröger Kommunikation, Christoph und Thorsten zuletzt bei MYBOOM. Woher kam der Impuls, sich zusammenzutun?

AK: Wir kennen uns bereits seit 2012 und haben als Unternehmen lange kooperativ zusammengearbeitet – Kröger Kommunikation war damals stark Marken- und Full-Service-getrieben, MYBOOM hat im Sauerland klassische Programmieraufgaben erledigt. Bereits vor einigen Jahren haben wir wahrgenommen, dass sich die Erwartungshaltung unserer Kunden verändert: Der Wunsch nach einem Ansprechpartner auch für komplexe Projekte wird immer lauter. Gleichzeitig sehnt man sich nach einer stärker verzahnten Herangehensweise, denn die Themen Marke, Content und Technik bzw. Digitales greifen immer stärker ineinander.

"Unsere Kunden sehnen sich nach einer stärker verzahnten Herangehensweise, in der die Themen Marke, Content und Digitales stärker ineinandergreifen."¬

Field Standort: Dortmund Phoenixsee
Thorsten Voß

Heute hat Field über 30 Mitarbeiter und 3 Standorte. Gibt es so etwas wie einen gemeinsamen Antrieb für die Zusammenarbeit?

AK: Es gibt ein Thema, dass uns und unsere Kunden eigentlich schon seit Jahren begleitet: Zukunftsfähigkeit. Ein sehr inspirierender Vortrag von Dr. Reinhard Sprenger hat mir klar gemacht, das Zukunftsfähigkeit nicht ererbt oder gottgegeben ist, sondern fortlaufend neu erarbeitet werden muss. Nichts ist tückischer als die „Erfolgsrezepte der Vergangenheit“. Das gilt für uns und für unsere Kunden.

"Zukunftsfähigkeit bedeutet, zu verstehen, dass nichts tückischer ist als die Erfolgsrezepte der Vergangenheit."¬

TV: Damit auch wir zukunftsfähig bleiben und gleichzeitig die inhaltliche Tiefe, mit der wir arbeiten möchten, mit unserem methodisch breiten Leistungsspektrum vereinbaren zu können, müssen wir uns spezialisieren. Deshalb fokussieren wir uns auf bestimmte Industrien wie etwa die Baubranche, die in fast symptomatischer Art und Weise mit den großen Herausforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung konfrontiert ist.

CV: Gleichzeitig bauen wir parallel unsere Kompetenzen in klar definierten Leistungsfeldern aus: Marke + Inbound + Digitale Prozesse. Ein Kunde muss frei entscheiden können, was er bei uns einkaufen möchte und wie lange er das tun möchte. Das stellt natürlich auch die Existenzberechtigung des Begriffs Lead-Agentur in Frage.

"Wir wollen uns klar positionieren. Field steht für die Verbindung der Kernkompetenzen: Marke + Inbound + Digitale Prozesse."¬

Field ist also eine Agentur, die gegründet wurde, um größer zu werden und jetzt freiwillig auf den Lead verzichtet, wenn es der Zusammenarbeit dient?

TV: Wenn man es so auf den Punkt bringen möchte: Ja. Denn wenn wir ganz ehrlich sind, geht es in der Zusammenarbeit zwischen Kunde und Agentur nicht um uns. Es geht aber auch nicht nur um unsere Kunden, sondern in erster Linie um ihre Zusammenarbeit mit den eigenen Kunden. Genau wie für uns ist es auch für sie entscheidend, herauszufinden, welche Probleme sie lösen und wo sie weiterhelfen, um die Menschen zu erreichen, die genau vor den Herausforderungen stehen, für die unsere Kunden eine Lösung anbieten. Anders gesagt, wollen wir unsere Kunden mit ihren Kunden zusammenbringen.

AK: Aus diesem Gedanken ist das Thema Nutzerzentrierung gewachsen, dass immer stärker in den Fokus rückt und die Grundlage für unser Motto „It’s not about you“ bildet. Und Nutzerzentrierung bedeutet eben mitunter auch, das eigene Geschäftsmodell radikal zu überdenken.

"Wir wollen dabei helfen, die Painpoints der Nutzer zu verstehen und maximale Kundennähe herstellen."¬

CV: Unsere Kunden sind oft gefangen im mehrstufigen Vertrieb mit dünnem Kontakt zum eigentlichen Kunden. Da fällt es oft sehr schwer, überhaupt zu verstehen, wo beim Kunden der Schuh drückt, welche Painpoints er hat. Genau an dieser Stelle liegt der Kern unserer Arbeit: Wir wollen für unserer Kunden über die Kommunikation maximale Kundennähe herstellen. Dieser Schritt raus aus der Komfortzone der Sicherheit des eigenen Produkts hin in die unbekannte Welt der Kundenbedürfnisse ist ein spannender, aber auch manchmal fordernder Schritt.

Die Field Interactive Geschäftsführung
Field Standort: Brilon

Welche Methoden und Tools setzt Field ein, um die Kunden bei diesem Schritt zu begleiten?

TV: Wir setzen dabei auf die Methodik des Inbound Marketings. Dabei wird gewissermaßen die klassische Marketing-Kommunikation umgedreht: Nicht die eigenen Produkte stehen im Mittelpunkt, sondern die Bedürfnisse der Nutzer – anders als beim Outbound Marketing, wo großflächig über das eigene Tun gesprochen wird, in der Hoffnung, neben vielen anderen auch den richtigen Kunden zu erreichen.

AK: Ein wichtiges Inbound-Tool, das wir nutzen, ist Hubspot. Es ermöglicht uns einerseits, zu analysieren, was Internet-User in bestimmten Kontexten wirklich interessiert, und anderseits hilft es dabei, interne Prozesse anzustoßen, in die unsere Kunden aktiv involviert sind.

"Inbound Marketing dreht die Kommunikation um. Nicht die eigenen Produkte stehen im Mittelpunkt, sondern die Bedürfnisse der Nutzer."¬

CV: Gleichzeitig bezieht Inbound Marketing auch den Vertrieb und den Kundenservice eng in die Arbeit mit ein, so dass alle Bereiche der Zusammenarbeit mit dem Kunden abgedeckt sind – und zwar dauerhaft, auch über den Kauf oder die Zusammenarbeit in einzelnen Projekten hinaus.

Also drehen sich die Field-Leistungen im Grunde um das Thema Inbound Marketing?

AK: Nein, nicht ganz. Inbound Marketing ist eine Methode, Hubspot ein Tool und Nutzerzentrierung eine Grundlage, aber das sind nur Aspekte unserer Arbeit. Genauso wichtig ist die Frage nach der Marke unserer Kunden; wie ihr Unternehmen nach außen kommuniziert und wofür es steht. Die Identität und den Geist eines Unternehmens zu erfassen ist genauso entscheidend für unsere Arbeit. Wir arbeiten sehr intensiv mit unseren Kunden daran, ihre Marke erlebbar zu machen. Nur so kann Inbound Marketing überhaupt funktionieren, indem der Antrieb eines Unternehmens und die Kundenbedürfnissen zusammengebracht werden.

CV: Der Kreis schließt dann bei den digitalen Prozessen, mit denen wir Unternehmenswerte, Inhalte und Nutzerfreundlichkeit zusammenbringen. Denn alle Kommunikationsstrategien sind nur so gut wie ihre finale Umsetzung. Deshalb kombinieren wir bei Field ganz klar die Kernkompetenzen Marke, Inbound und Digitales – und lassen alle ineinandergreifen.

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