Warum Marketing Automation ein eigenes Mindset braucht

3 Minuten Lesezeit— Erschienen am 07.02.2020
Lisa Rottmann

Marketing Automation geht Hand in Hand mit Inbound Marketing, Lead Management und Content Marketing. Doch auch wenn der Name anderes vermuten lässt, ist es kein autonomer Prozess, der, einmal angeworfen, von alleine funktioniert. Für gute Ergebnisse braucht es vor allem eins: eine neue Denkweise. Wie die aussieht, verraten wir hier.

Was ist Marketing Automation eigentlich?

Marketing Automation ist die softwareunterstützte Organisation und Automatisierung immer wiederkehrender Marketingprozesse. Zum Einsatz kommt sie zum Beispiel im Kontext des Inbound Marketings.

Das bedeutet: Konkret festgelegte Auslöser, z. B. der Download eines Whitepapers auf einer Website oder die Registrierung für eine Veranstaltung lösen im Vorfeld definierte Workflows aus. Diese sorgen ab sofort dafür, dass Nutzerinnen oder Nutzer bestens mit für sie interessanten Themen und Materialien versorgt werden und sich so von Unbekannten zu Kunden entwickeln. Ein Kernbereich der Marketing Automation ist entsprechend das E-Mail-Marketing.
Um die Workflows automatisiert ablaufen zu lassen, braucht es eine geeignete Software – wir nutzen z. B. das Inbound-Marketing-Tool HubSpot.

Marketing Automation: Das Mindset entscheidet

„Die Automatisierung immer wiederkehrender Marketingprozesse“ – da könnte man nun auf die Idee kommen, Marketing Automation hätte vorrangig ein Ziel: Zeit und Geld in Form von Personal einsparen – immerhin laufen die Prozesse ja nun automatisiert ab. Tatsächlich erfordert gerade diese Automatisierung, eine konstante Analyse und Überarbeitung der gespielten Botschaften, Inhalte und Workflows, um sicherzustellen, dass die (zukünftige) Kundin mit wirklich relevanten Informationen versorgt wird.
Teams und Unternehmen, die auf Marketing Automation setzen, brauchen daher ein gewisses Mindset, das in allererster Linie Einfluss auf die Unternehmenskultur hat:

1. Neues ausprobieren
Wer Inbound Marketing einführt und anfängt, das Marketing zu automatisieren, begibt sich in der Regel auf unbekanntes Terrain. Es werden Personas erstellt und Workflows definiert – und nichts davon hat von Anfang an eine 100 %-ige Gültigkeit. Sich trotzdem darauf einzulassen und „einfach zu machen“, erfordert eine gute Portion Mut.

2. Fehler zulassen
Wo Neues ausprobiert wird, passieren Fehler. Personas müssen nachjustiert werden, Workflows stellen sich als nicht richtig durchdacht oder nicht richtig passend heraus. Dinge gehen schief, wenn neue Methoden und Denkweisen ausprobiert werden, doch genau diese Fehler sind die Basis dafür, besser zu werden. Wichtig ist es, Fehler genau deshalb zuzulassen und nicht den nächsten Schuldigen zu suchen.

3. Kontinuierlich lernen
Wobei: Fehler sind nur etwas wert, wenn man aus ihnen lernt und die entwickelten Maßnahmen hinterfragt, analysiert und – noch wichtiger – anpasst, wenn sie sich als fehlerhaft erweisen. Nur wer lernt, kann wirklich besser werden.

4. Wissen teilen
Neues ausprobierem, Fehler zulassen und aus ihnen lernen – das baut Wissen auf. Und da nutzerzentrierte Ansätze wie Inbound Marketing und Marketing Automation stark auf die Zusammenarbeit von Vertriebs- und Marketing-Teams bauen, muss dieses Wissen allen zur Verfügung gestellt und geteilt werden.

Marketing Automation als Unternehmensziel

Eins wird deutlich: Marketing Automation erfordert mehr als die Investition in ein Tool – es ist ein Unternehmensziel, das Maßnahmen mit sich bringt, die Umdenken und ein intensives, anhaltendes Commitment verlangen.

Gleichzeitig fördert Marketing Automation eine ganz bestimmte Unternehmenskultur, die es erlaubt, Neues auszuprobieren, mutig zu sein, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Das heißt aber nicht, dass das Rad ständig neu erfunden werden muss. Es geht vielmehr darum, systematisch Inhalte auf Kundenbedürfnisse anzupassen. Das kann der Betreff einer E-Mail sein, um die Öffnungsrate zu steigern, oder der Versandzeitpunkt einer Webinar-Einladung.

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