Was sind eigentlich Buyer Personas?

Kurz gesagt haben Marketing-Maßnahmen in der Regel ein Ziel: Sie sollen den idealen Kunden oder die ideale Kundin erreichen und sie überzeugen, das Angebot zu kaufen, buchen, mieten. Schaut man sich dieses Ziel einmal ganz ehrlich an, fällt eins auf: Am Anfang dieses Prozesses steht nicht das eigene Angebot.

6 Minuten Lesezeit— Erschienen am 26.04.2019
Lisa Rottmann

Kurz gesagt haben Marketing-Maßnahmen in der Regel ein Ziel: Sie sollen den idealen Kunden oder die ideale Kundin erreichen und sie überzeugen, das Angebot zu kaufen, buchen, mieten. Schaut man sich dieses Ziel einmal ganz ehrlich an, fällt eins auf: Am Anfang dieses Prozesses steht nicht das eigene Angebot.
Am Anfang steht der Kunde. Mit ihm fängt alles an, er soll erreicht und überzeugt werden. Das gelingt allerdings erst, wenn wir als Marketing Manager wissen, wer unsere Zielperson eigentlich ist und wie wir an sie herankommen.

Die gute alte Zielgruppe

Altbekannt und bewährt ist in diesem Fall die Zielgruppe. Mit ihr legen wir im Marketing die wichtigsten Merkmale der verschiedenen Kundengruppen fest, z. B. Alter, Wohnort, berufliche Stellung, usw. Dabei beschränken wir uns aber auch auf diese harten Daten und Fakten und unterfüttern die gesammelten Merkmale in der Regel nicht mit zusätzlichen Informationen über die Ziel- und Kundengruppen.

Trotzdem erfüllen Zielgruppen natürlich auch grob definiert für verschiedene Einsatzmöglichkeiten, z. B. die Anzeigenschaltung bei Facebook oder Google, durchaus ihren Zweck.

Noch besser funktionieren sie aber, wenn wir uns die eigene Zielgruppe noch einmal genauer anschauen.

Jetzt neu: Buyer Personas

Eine Methode, sich intensiver mit Zielgruppen zu beschäftigen, sind Buyer Personas.

Entwickelt wurden Persona in den 80er-Jahren vom Software-Entwickler Alan Cooper. Um die Geschichte ganz kurz zu machen: Alan stellte fest, dass Software in erster Linie so kompliziert und schlecht zu bedienen ist, weil sie sich nicht an den Bedürfnissen und Zielen ihrer Nutzerinnen orientiert. Er machte es also selber anders und interviewte Personen, die seine Software später nutzen sollten, um genau diese Bedürfnisse und Ziele herauszufinden. Diese ordnete er einer beispielhaften Person zu, versah er mit einem Namen und schon war die erste Persona geboren – und zwar unter dem Namen Kathy Traffic.

Und das Konzept zeigte Wirkung! Und zwar so, dass es für das Marketing adaptiert wurde und heute auch als „Buyer Persona“ bekannt ist.

Zugegeben, Alans Geschichte ist wirklich verkürzt wiedergegeben. Sie zeigt jedoch, worin der besondere Unterschied zwischen Zielgruppen und Personas besteht. Personas sind ideale, semi-fiktionale Vertreter der eigenen Zielgruppe und – wie die Bezeichnung schon sagt – sehr viel persönlicher und somit um einiges greifbarer als die reine Zielgruppe. Sie bekommen einen Namen und ein Bild und ihr Profil enthält neben den demographischen Merkmalen, Informationen über ihre Bedürfnisse, ihre Ziele und ihren persönlichen Hintergrund. Lesen wir ein Persona-Profil, haben wir idealerweise das Gefühl, das Profil eines ganz realen, greifbaren Menschen zu lesen.

Ein Persona-Profil könnte z. B. so aussehen:

Die Erstellung solcher Buyer-Persona-Profile kann sich natürlich entsprechend aufwändig gestalten. Um ein möglichst genaues Bild erschaffen zu können, ist das Kundenwissen aus dem gesamten Unternehmen gefragt. Alle Abteilungen, die mit Kunden zu tun haben, sollten daher in den Erstellungsprozess mit eingebunden werden – in der Regel sind das mindestens die Marketing-, Sales- und Serviceteams.

Auch Interviews können hilfreich sein und entweder im Vorfeld geführt werden oder im Nachgang als Verifizierung dienen – so können sie im Zweifel deutlich machen, dass das Profil noch einmal angepasst werden muss. Denn Persona-Profile bedeuten nicht nur einen einmaligen Aufwand, sondern sollten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls auch aktualisiert werden.

Buyer Personas: Der Aufwand lohnt sicht!

Eine Zielgruppe erfüllt ihren Zweck je nach Einsatzgebiet und gibt einen guten Überblick darüber, mit wem wir es eigentlich zu tun haben – wenn sie denn gut definiert ist. Buyer Personas gehen aber noch einen Schritt weiter. Zwar erfordern die Erstellung und Pflege von Persona-Profilen einen gewissen Aufwand. Doch da wir beim Lesen des Profils das Gefühl haben, uns über eine ganz reale Person zu informieren, die einen Namen hat und von der wir ein Bild sehen, macht es uns das nicht nur einfacher, Marketingmaßnahmen und Kommunikationsstrategien zu entwickeln, oder Content zu erzeugen. Wir können dies auch viel fokussierter tun, indem wir uns ganz genau darauf beziehen, was unsere Kunden eigentlich wollen und brauchen. Die Wahrscheinlichkeit, unsere Kundinnen auch tatsächlich zu erreichen, erhöht sich so natürlich um einiges.

Marketing Automation: 6 gute Gründe für B2B-Unternehmen

In Marketingkreisen ist die Automatisierung von sich wiederholenden Marketingaufgaben und -prozessen aktuell in aller Munde. Zu Recht, kann sie doch – richtig eingesetzt – einen echten Mehrwert für große und kleine Unternehmen bieten.

Carolin Lax4 Minuten Lesezeit05.02.2020
Digital.Bau 2020: 5 Fragen, die offen bleiben

Das Thema „Bauen & Digitalisieren“ ist kein Neues. Trotzdem hat die erste Digital.Bau erst in diesem Jahr stattgefunden – und wir waren als auf die Baubranche spezialisierte Agentur dabei. Denn wir wollen wissen: Was treibt die Branche an und um? Was bedeutet das Thema Digitalisierung für sie? Und wie wird es eigentlich interpretiert?

Andree Kröger5 Minuten Lesezeit13.02.2020
DSGVO ein Jahr später – Viele Websites sind noch unsicher

*Spoiler* Es wird noch ein bisschen komplizierter. Mit dem Start der DSGVO im Mai 2018 haben sich die Anforderungen an den Datenschutz gehörig verändert, was viele Unternehmen in Unruhe und Unmut versetzt hat. Und um alles noch etwas komplexer zu machen, wird die DSGVO mit dem BDSG kombiniert.

Christoph Voß4 Minuten Lesezeit06.11.2019
Field auf der FeuerTrutz 2019

 Die Baubranche ist in Bewegung. Kaum ein anderer Industriezweig steht vor so vielen Herausforderungen und Chancen, wenn es um die Digitalisierung geht. Diese Entwicklung ist für uns als Agentur, die ihren Arbeitsschwerpunkt auf die technischen Gebäudeausstatter und Bauzulieferer gelegt hat, besonders spannend. Um unser breites Wissen noch stärker zu vertiefen, war die FeuerTrutz 2019 in Köln daher nicht weniger als eine Pflichtveranstaltung für uns.



Andree Kröger6 Minuten Lesezeit03.09.2019
Blog
Lesezeit27.08.2008
Ganz nah am eigenen Kunden: Persona Workshops bei Field

 Wir bei Field sind große Fans von Buyer Personas und haben nicht nur eigene Personaprofile, mit denen wir arbeiten. Auch mit unseren B2B-Kunden erarbeiten wir Personaprofile in eigens konzipierten Workshops. Einen Weg, Personas zu entwickeln, stellen wir in diesem Artikel vor.

Lisa Rottmann10 Minuten Lesezeit16.09.2019
Das Problem mit der Zielgruppe

 Zielgruppen. Wer ein Produkt verkauft oder Dienstleistungen anbietet, kann ein Lied von ihnen singen, sollten sie idealerweise doch am Anfang jeder Marketing- oder Verkaufskampagne stehen.

Lisa Rottmann5 Minuten Lesezeit18.04.2019
5,5 Tipps für erfolgreiche SEO auf Onepagern

 Reduzierter, dafür fokussiert auf den Punkt gebrachter Content, ein tolles Design und keine Zeit für komplexe Programmierungen? Klingt, als wäre die Entscheidung schon gefallen: Ein Onepager muss her! Doch so einfach ist das nicht. Denn wie sieht es eigentlich in Sachen Suchmaschinenoptimierung bei Onepagern aus?

Lucas Janczik5 Minuten Lesezeit17.10.2019
Stadtwerke oder Energieriesen: Wer gestaltet die Zukunft der Energieversorgung?

 Unsere Welt steht vor einem einzigartigen und spannenden Umbruch, wie es ihn bisher erst drei Mal in der Geschichte der Menschheit gab. Einige nennen es Industrie 4.0, manche nennen es sogar die neue industrielle bzw. digitale Revolution. Die Möglichkeiten des digitalen Umbruchs beschäftigt auch die Energiewirtschaft.

Olaf Warburg5 Minuten Lesezeit31.10.2019
Warum Inbound das bessere Marketing ist

Obwohl es in der Theorie alle besser wissen, macht Marketing oft eins: Eine möglichst breite Masse an Menschen relativ ziellos mit den Vorteilen eines Produktes beschallen. Denn wenn die Zielgruppe möglichst breit und die Nachricht möglichst laut ist, wird man mit etwas Glück auch die richtigen Kundinnen und Kunden treffen. Das will eigentlich niemand, trotzdem wird Outbound Marketing auf diese Art und Weise fleißig betrieben.

Lisa Rottmann4 Minuten Lesezeit07.08.2019
Warum Marketing Automation ein eigenes Mindset braucht

Marketing Automation geht Hand in Hand mit Inbound Marketing, Lead Management und Content Marketing. Doch auch wenn der Name anderes vermuten lässt, ist es kein autonomer Prozess, der, einmal angeworfen, von alleine funktioniert. Für gute Ergebnisse braucht es vor allem eins: ein Mindset.

Lisa Rottmann3 Minuten Lesezeit07.02.2020
Woher kommt eigentlich der Name Field?

Eine kleine Geschichte von Pionier- und Unternehmergeist
Eine Agentur, entstanden aus zwei Unternehmen namens MyBoom und Kröger Kommunikation, mit dem Hauptsitz am Dortmunder Phönix-See heißt natürlich wie? Ganz klar: Field!
Aber warum eigentlich?

Lisa Rottmann2 Min. Lesezeit Lesezeit21.11.2019

Diese Webseite verwendet Cookies und externe Komponenten, wie z.B. Schriftarten, Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen zu verbessern. Wir verarbeiten Daten für Marketing, Analyse und Personalisierung nur, wenn Sie uns durch Klicken auf "Zustimmen und weiter" Ihre Einwilligung geben. Andernfalls werden durch Klicken auf "Nur technisch notwendige Cookies nutzen" die gewünschten Einstellungen gesetzt und Ihr Surfverhalten wird nicht erfasst.

Mehr Infos zur Verwendung von Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung