Das Problem mit der Zielgruppe

 Zielgruppen. Wer ein Produkt verkauft oder Dienstleistungen anbietet, kann ein Lied von ihnen singen, sollten sie idealerweise doch am Anfang jeder Marketing- oder Verkaufskampagne stehen.

5 Minuten Lesezeit— Erschienen am 18.04.2019
Lisa Rottmann

Zielgruppen. Wer ein Produkt verkauft oder Dienstleistungen anbietet, kann ein Lied von ihnen singen, sollten sie idealerweise doch am Anfang jeder Marketing- oder Verkaufskampagne stehen.

Die eigene Zielgruppe zu kennen, ist wichtig. Wer nicht weiß, wen er eigentlich genau erreichen möchte, kann die eigenen Produkte und Leistungen nicht entsprechend weiterentwickeln, keine Marketingstrategie entwerfen, keinen Content erstellen. Wobei: Das alles geht natürlich schon. Zielgerichtetes, erfolgsorientiertes Handeln sieht aber anders aus.

Aber zurück zum Anfang:

Was sind nochmal Zielgruppen?

Wikipedia beschreibt Zielgruppen so:

„Unter einer Zielgruppe (engl. target audience) versteht man im Marketing eine bestimmte Menge von Marktteilnehmern, die auf kommunikationspolitische Maßnahmen homogener reagieren als der Gesamtmarkt.“

So sperrig diese Definition auch klingen mag, so genau trifft sie doch zu. Zielgruppen orientieren sich in der Regel an demographischen, geographischen und/oder sozio-ökonomischen Merkmalen, z. B. Alter, Familienstand, Herkunft, Einkommen usw. Diese Merkmale sind in der Regel schnell für eine (Wunsch-) Zielgruppe bestimmt – und genau da liegt das Problem. Denn die Unternehmer oder Unternehmerinnen mit wenig Zeit denken nun schnell: Na, das ist ja einfach! Um möglichst viele Menschen zu erreichen, machen wir unsere Zielgruppe einfach möglichst groß!

Bigger is better

„Groß denken“ scheint also das Stichwort zu sein. Das kann mitunter sogar gut gehen – zumindest wenn man ein austauschbares Produkt anbietet, das eine sehr breite Masse anspricht. Gerade mittelständische B2B-Unternehmen machen oft allerdings genau das Gegenteil: Sie bieten hochspezialisierte, komplexe Produkte und Lösungen für Kunden an, die genau solche speziellen Anforderungen haben. Eine einfache, lose formulierte und breite Zielgruppe gibt diesen Unternehmen vielleicht erst einmal das gute Gefühl, sich gekümmert zu haben, hilft aber auf Dauer nicht weiter. Denn eine zu breite Zielgruppendefinition ist wie keine Zielgruppendefinition: Mit ihr versucht man, all seine unterschiedlichen Kundinnen zusammenzufassen und erreicht so im Zweifel nur, dass man in der vermeintlich zielgruppengerechten Ansprache mehr Menschen aus- als einschließt.

Was tun?

Unternehmen dürfen nicht dem Trugschluss erliegen, dass sich Zielgruppen schnell und einfach erstellen lassen. In der Regel reicht es einfach nicht, sich auf die „harten Fakten“, wie demographische oder sozio-ökonomische Merkmale, zu konzentrieren – auch nicht im B2B-Bereich. Denn auch wenn man der Meinung sein könnte, dass Entscheidungen im B2B-Bereich in erster Linie von Budgets, Deadlines usw. bestimmt werden, spielen auch hier Bedürfnisse und Ziele eine große Rolle. Egal, um welche Entscheidungen es geht, sie werden nicht vom Unternehmen als solchem, sondern von Menschen getroffen, die mehr sind, als eine Ansammlung demographischer Merkmale. Und je genauer diese bekannt ist, umso zielgerichtetere Maßnahmen kann man ergreifen, um sie zu erreichen.

Geht es um die Bestimmung der eigenen Zielgruppe, lohnt es sich also, genauer hinzuschauen und nicht nur die offensichtlichen Merkmale der Gruppe der Menschen, die erreicht werden sollen, zu definieren. Legt man sie nur grob fest, damit man als Marketing Manager das Gefühl hat, etwas getan zu haben, nimmt man sich die Chance, seine Kundinnen mit genau der Lösung, die zu ihren Bedürfnissen passt, zu erreichen.

Schauen Sie stattdessen genau hin, warum sie Ihre Zielgruppe eigentlich ausgewählt haben und finden Sie heraus, wie sie wirklich ticken. Die Erkenntnisse daraus werden nicht nur Ihr Marketing voran bringen.

Eine Möglichkeit, die eigene Zielgruppe wirklich genau kennenzulernen, sind übrigens Buyer Personas.

Marketing Automation: 6 gute Gründe für B2B-Unternehmen

In Marketingkreisen ist die Automatisierung von sich wiederholenden Marketingaufgaben und -prozessen aktuell in aller Munde. Zu Recht, kann sie doch – richtig eingesetzt – einen echten Mehrwert für große und kleine Unternehmen bieten.

Carolin Lax4 Minuten Lesezeit05.02.2020
Digital.Bau 2020: 5 Fragen, die offen bleiben

Das Thema „Bauen & Digitalisieren“ ist kein Neues. Trotzdem hat die erste Digital.Bau erst in diesem Jahr stattgefunden – und wir waren als auf die Baubranche spezialisierte Agentur dabei. Denn wir wollen wissen: Was treibt die Branche an und um? Was bedeutet das Thema Digitalisierung für sie? Und wie wird es eigentlich interpretiert?

Andree Kröger5 Minuten Lesezeit13.02.2020
DSGVO ein Jahr später – Viele Websites sind noch unsicher

*Spoiler* Es wird noch ein bisschen komplizierter. Mit dem Start der DSGVO im Mai 2018 haben sich die Anforderungen an den Datenschutz gehörig verändert, was viele Unternehmen in Unruhe und Unmut versetzt hat. Und um alles noch etwas komplexer zu machen, wird die DSGVO mit dem BDSG kombiniert.

Christoph Voß4 Minuten Lesezeit06.11.2019
E-Mails sind tot! Es lebe das E-Mail-Marketing!

 In regelmäßigen Abständen liest man es: E-Mail-Marketing ist tot. Kein Mensch abonniert noch Newsletter – geschweige denn liest sie! Wer jetzt noch auf E-Mail-Marketing setzt, lebt sowas von hinter’m Mond. Wenn Sie nun aber zu jenen Menschen gehören, denen die E-Mail nach wie vor sympathisch ist, dürfen Sie jetzt aufatmen: E-Mail-Marketing stirbt alles andere als aus. Denn neue Tools und Techniken aus der Marketing Automation sorgen dafür, dass das gute alte E-Mail-Marketing ein richtiges Revival erlebt.

Christopher Linnemann3 Minuten Lesezeit30.01.2020
Field auf der FeuerTrutz 2019

 Die Baubranche ist in Bewegung. Kaum ein anderer Industriezweig steht vor so vielen Herausforderungen und Chancen, wenn es um die Digitalisierung geht. Diese Entwicklung ist für uns als Agentur, die ihren Arbeitsschwerpunkt auf die technischen Gebäudeausstatter und Bauzulieferer gelegt hat, besonders spannend. Um unser breites Wissen noch stärker zu vertiefen, war die FeuerTrutz 2019 in Köln daher nicht weniger als eine Pflichtveranstaltung für uns.



Andree Kröger6 Minuten Lesezeit03.09.2019
Blog
Lesezeit27.08.2008
Ganz nah am eigenen Kunden: Persona Workshops bei Field

 Wir bei Field sind große Fans von Buyer Personas und haben nicht nur eigene Personaprofile, mit denen wir arbeiten. Auch mit unseren B2B-Kunden erarbeiten wir Personaprofile in eigens konzipierten Workshops. Einen Weg, Personas zu entwickeln, stellen wir in diesem Artikel vor.

Lisa Rottmann10 Minuten Lesezeit16.09.2019
Das Problem mit der Zielgruppe

 Zielgruppen. Wer ein Produkt verkauft oder Dienstleistungen anbietet, kann ein Lied von ihnen singen, sollten sie idealerweise doch am Anfang jeder Marketing- oder Verkaufskampagne stehen.

Lisa Rottmann5 Minuten Lesezeit18.04.2019
5,5 Tipps für erfolgreiche SEO auf Onepagern

 Reduzierter, dafür fokussiert auf den Punkt gebrachter Content, ein tolles Design und keine Zeit für komplexe Programmierungen? Klingt, als wäre die Entscheidung schon gefallen: Ein Onepager muss her! Doch so einfach ist das nicht. Denn wie sieht es eigentlich in Sachen Suchmaschinenoptimierung bei Onepagern aus?

Lucas Janczik5 Minuten Lesezeit17.10.2019
Stadtwerke oder Energieriesen: Wer gestaltet die Zukunft der Energieversorgung?

 Unsere Welt steht vor einem einzigartigen und spannenden Umbruch, wie es ihn bisher erst drei Mal in der Geschichte der Menschheit gab. Einige nennen es Industrie 4.0, manche nennen es sogar die neue industrielle bzw. digitale Revolution. Die Möglichkeiten des digitalen Umbruchs beschäftigt auch die Energiewirtschaft.

Olaf Warburg5 Minuten Lesezeit31.10.2019
Warum Inbound das bessere Marketing ist

Obwohl es in der Theorie alle besser wissen, macht Marketing oft eins: Eine möglichst breite Masse an Menschen relativ ziellos mit den Vorteilen eines Produktes beschallen. Denn wenn die Zielgruppe möglichst breit und die Nachricht möglichst laut ist, wird man mit etwas Glück auch die richtigen Kundinnen und Kunden treffen. Das will eigentlich niemand, trotzdem wird Outbound Marketing auf diese Art und Weise fleißig betrieben.

Lisa Rottmann4 Minuten Lesezeit07.08.2019
Warum Marketing Automation ein eigenes Mindset braucht

Marketing Automation geht Hand in Hand mit Inbound Marketing, Lead Management und Content Marketing. Doch auch wenn der Name anderes vermuten lässt, ist es kein autonomer Prozess, der, einmal angeworfen, von alleine funktioniert. Für gute Ergebnisse braucht es vor allem eins: ein Mindset.

Lisa Rottmann3 Minuten Lesezeit07.02.2020
Was sind eigentlich Buyer Personas?

Kurz gesagt haben Marketing-Maßnahmen in der Regel ein Ziel: Sie sollen den idealen Kunden oder die ideale Kundin erreichen und sie überzeugen, das Angebot zu kaufen, buchen, mieten. Schaut man sich dieses Ziel einmal ganz ehrlich an, fällt eins auf: Am Anfang dieses Prozesses steht nicht das eigene Angebot.

Lisa Rottmann6 Minuten Lesezeit26.04.2019
Woher kommt eigentlich der Name Field?

Eine kleine Geschichte von Pionier- und Unternehmergeist
Eine Agentur, entstanden aus zwei Unternehmen namens MyBoom und Kröger Kommunikation, mit dem Hauptsitz am Dortmunder Phönix-See heißt natürlich wie? Ganz klar: Field!
Aber warum eigentlich?

Lisa Rottmann2 Min. Lesezeit Lesezeit21.11.2019

Diese Webseite verwendet Cookies und externe Komponenten, wie z.B. Schriftarten, Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen zu verbessern. Wir verarbeiten Daten für Marketing, Analyse und Personalisierung nur, wenn Sie uns durch Klicken auf "Zustimmen und weiter" Ihre Einwilligung geben. Andernfalls werden durch Klicken auf "Nur technisch notwendige Cookies nutzen" die gewünschten Einstellungen gesetzt und Ihr Surfverhalten wird nicht erfasst.

Mehr Infos zur Verwendung von Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung